Ablauf des E-Checks & Bedeutung der Prüfplakette

Vom ersten Kontakt bis zur fertigen Prüfplakette: So läuft ein E-Check in der Praxis ab - und das steckt hinter der kleinen Plakette an Ihren Geräten.

Sichtprüfung

Zu Beginn jeder Prüfung steht die äußere Inspektion: Kabel, Stecker, Gehäuse und Anschlüsse werden auf sichtbare Schäden, Abnutzung oder unsachgemäße Reparaturen untersucht. Viele Mängel - etwa beschädigte Isolierungen oder lose Anschlüsse - lassen sich bereits hier erkennen.

Messung

Im Anschluss folgen die elektrischen Messungen, etwa des Schutzleiterwiderstands, des Isolationswiderstands und - je nach Gerät - des Ableitstroms. Diese Werte geben Aufschluss darüber, ob die elektrische Sicherheit der Norm entspricht, auch wenn von außen keine Mängel erkennbar sind.

Funktionsprüfung

Zum Abschluss der eigentlichen Prüfung wird kontrolliert, ob das Gerät oder die Anlage bestimmungsgemäß funktioniert. Schutzeinrichtungen wie FI-Schutzschalter werden dabei ebenfalls auf ihre korrekte Auslösung hin überprüft.

Protokollierung

Alle Ergebnisse werden übersichtlich in einem Prüfprotokoll festgehalten - inklusive der Messwerte, eventuell festgestellter Mängel und deren Einstufung. Sie erhalten dieses Protokoll in digitaler Form und können es jederzeit als Nachweis gegenüber Versicherungen, Berufsgenossenschaft oder Behörden vorlegen.

Die Prüfplakette

Bestandene Prüfungen werden zusätzlich durch eine Prüfplakette direkt am Gerät bzw. an der Anlage sichtbar dokumentiert. Auf der Plakette finden sich in der Regel das Datum der Prüfung sowie ein Hinweis auf den nächsten fälligen Prüftermin. So lässt sich auf einen Blick erkennen, ob ein Gerät aktuell geprüft ist - ein wichtiges Signal sowohl für Mitarbeitende als auch für Kontrollinstanzen.

Umgang mit festgestellten Mängeln

Werden bei der Prüfung Mängel festgestellt, informieren wir Sie transparent darüber und erläutern, wie dringlich eine Behebung ist. Bei sicherheitsrelevanten Mängeln empfehlen wir, das betroffene Gerät bis zur Reparatur nicht weiter zu nutzen. Nach einer Instandsetzung kann das Gerät im Rahmen einer erneuten Prüfung wieder freigegeben werden.

Wiederholungsprüfung

Wann die nächste Prüfung fällig wird, hängt vom jeweiligen Betriebsmittel und der Einsatzumgebung ab - mehr dazu in unserem Ratgeber zu den DGUV V3 Prüfintervallen. Wir informieren Sie rechtzeitig vor Ablauf und vereinbaren auf Wunsch direkt einen neuen Termin über unser Kontaktformular.

Der Ablauf im Überblick

01

Sichtprüfung

Äußere Inspektion auf sichtbare Schäden und Abnutzung

02

Messung

Schutzleiterwiderstand, Isolationswiderstand und Ableitstrom

03

Funktionsprüfung

Kontrolle der bestimmungsgemäßen Funktion inkl. Schutzeinrichtungen

04

Protokollierung

Digitales Prüfprotokoll mit allen Messwerten und Ergebnissen

05

Prüfplakette

Sichtbare Kennzeichnung mit Prüfdatum und nächstem Termin

06

Wiederholung

Rechtzeitige Erinnerung vor Ablauf des Prüfintervalls

Weitere Ratgeber-Themen

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